Welcome to Gotland!

Langhammars raukfält Fårö

Zeittafel


ca. 10 000 v. Chr. Die letzten Reste der Eiszeit schmelzen ab. Gotland ist ganz oder überwiegend von Wasser bedeckt.

ca. 8000 v. Chr. Gotland erscheint als Archipel kleiner Inselchen in der Ancylus-See

ca. 7000 v. Chr. Die ersten steintzeitlichen Sammler, Jäger und Fischer erreichen die gotländischen Inseln.

ca. 2000 v. Chr. Die mesolithische Kultur ist inzwischen von der neolithischen abgelöst bzw. überlagert worden. Gotländische Bauern treiben bereits Fernhandel und errichten Grabanlagen.

1500-500 v. Chr. Die Bronzezeit bringt der inzwischen zusammengewachsenen Insel eine erste Blüte. Eine Gesellschaft bäuerlicher Fernhändler ehrt die verstorbenen Häuptlinge mit mächtigen Grabhügeln, Schiffs- oder anderen Steinsetzungen.

800-1050 In der Wikingerzeit knüpft Gotland and die bronze- und eisenzeitliche Blüte and. Ausgedehnte Handelsfahrten bis nach Russland, Bagdad und Konstantinopel führen zu erheblichem Wohlstand und machen aus der Insel eines der wichtigsten Handelszentren Europas.

9. Jh. Gotland untersteht dem Schutz der festländischen Svea-Könige und ist steuerpflichtig, behält aber einen autonomen Status mit eigenen Gesetzen.

1029 Der norwegische König Olav Haraldsson (=der Heilige) besucht Gotland und festigt die Rolle des Christentums; als St. Olof wird er Schutzheiliger der Insel.

1161 Der Vertrag von Artlenburg regelt die Handelsrechte deutscher und gotländischer Kaufleute.

1164 Das Zisterzienserkloster Roma wird begründet, das sich bald zum grössten Grundbesitzer der Insel entwickelt.

1225 Der Bischof von Linköping weiht die Kirche der deutschen Kaufleute, St. Maria in Visby, ein.

1288 Die Konkurrenz um Handelsmärkte führt zum Widerspruch zwischen der Stadt Visby und dem Land, der schliesslich zum offenen Bürgerkrieg eskaliert. Der schwedische König Magnus Ladulås vermittelt im Konflikt und diktiert den Frieden zum Vorteil der Krone. Die Stadtmauer von Visby wird anschliessend erweitert und verstärkt.

1313 Ein gotländisches Aufgebot beseigt das Heer des schwedischen Königs Birger Magnusson bei Lärbro.

1349/50 Etwa ein Drittel der gotländischen Bevölkerung erliegen der Pest.

1361 Der Feldzug der Dänen unter Valdemar IV (Atterdag) führt zur Verheerung des Landes und zur Plünderung Visbys. Die mittelalterliche Blütezeit wird damit jäh unterbrochen, Gotland versinkt in politischer und kultureller Provinzialität.

1394 Die Fetalienbrüder (Vitalienbrüder) erobern die Insel und machen sie zum Zentrum der Seeräuberei.

1398 Der Deutsche Orden kann unter Konrad von Jungingen die Fetalienbrüder vertreiben und ei zehnjähriges Protektorat errichten.

1408 Der Deutsche Orden übergibt Gotland den dänen.

1411 Die Visborg-Festung wird angelegt.

1437-49 Erich von Pommern betreibt von Gotland aus Piraterie.

1449-1645 Die Insel untersteht als Lehnsgebiet dem dänischen König oder selbständigen dänischen Feudalherren.

1524 Gustav Vasas Versuch der Eroberung wird von den Dänen zurückgeschlagen.

1525 Lübeck startet eine Invasion, bei der in Visby die Stadtmauer beschädigt, etliche Kirchen zerstört und Kunstschätze geraubt werden, aber die Festung Visborg nicht eingenommen wird..

1530 Unter dem dänischen Landesherr Rosenkrantz wird die Reformation eingeführt.

1566 Ein Umwetter führt vor Visby zu einer der grössten Seefahrtskatastrophen der Ostsee, bei der etwa 6000 Menschen umkommen.

1645 Im Frieden von Lund kommt Gotland endgültig zu Schweden; bei ihrem Abzug sprengen die Dänen die Visborg-Festung in die Luft.

1715/17 Zweimalige Plünderung der gotländischen Ostküste durch russische Soldaten im Zusammenhang mit dem Nordischen Krieg.

1741 Carl von Linné besucht und bescheibt die Insel.
1808 Nach einer russischen Invasion gehört Gotland für 23 Tage den Zarenreich an.
1810 Aufgrund einer königlichen Verordnung werden die Ruinen von Visby uter Denkmalschutz gestellt.
1853-56 Währen des Krimkrieges wird Nordgotland zur Operationsbasis einer britisch-französischen Flotte.

1878 Zwischen Visby und Hemse wird Gotlands erste Eisenbahnstrecke eingeweiht.

1896 Der Gotländische Touristverein wird gegründet.

1915 Die Versenkung des deutschen Minenbootes 'Albatross' durch russische Seestreitkräfte innerhalb gotländischer Gewässer führt zur diplomatischen 'Albatross-Affäre'.

1933 Erste ständige Flugverbindung zwischen Gotland und Stockholm.

1944 In der sogenannten Hansa-Katastrophe wird ein gotländisches Fährschiff durch ein deutsches oder russisches U-Boot versenkt.

1946-50 Gemeinsame skandinavische Ausgrabungen legen das eisenzeitliche Dorf Valhagar frei.
1974 Erste Ölfunde im Norden der Insel.

1990 Auf Gotland leben 56000 Menschen, davon 21000 in der Hauptstadt Visby. Die Gesamtzahl der schwedischen und ausländischen Besucher beträgt heute rund 350000.